tsfellwechselheader

 

Tierische Geschichten

Jedes Lebewesen schreibt seine eigene Geschichte. Gerade die Hunde aus dem Ausland haben Vergangenheiten, die uns teilweise für immer verborgen bleiben. Im Tierheim aufgenommen, lernen wir sie ein wenig kennen, erfahren etwas über ihre Ängste und Unsicherheiten, es kommen ihre Gebrechen und gesundheitlichen Einschränkungen zutage, wir können feststellen, wie sie mit ihren Behinderungen zurecht kommen. So ist es uns möglich, das passende Zuhause für diese Tiere zu finden. In ihren neuen Familien fangen sie von vorne an. Dennoch kommt es nicht selten vor, dass die Tiere im neuen Zuhause eine andere Lebenseinstellung entwickeln, sie blühen förmlich auf und wir lernen sie auf völlig andere Art und Weise kennen, aber auch das Gegenteil ist möglich,  die Eingewöhnung fällt schwer und sie benötigen viel Zeit, Ruhe und Geduld. Gemeinsam mit Euch möchten wir hier von "unseren" Hunden berichten. Ob blind, taub, ängstlich, alt, mit Handicap, oder der absolute Chaot, über dessen wildes Treiben eine tolle Geschichte zu schreiben sich lohnt. Schickt uns Eure Erfahrungen. Wir würden uns freuen, wenn durch Eure Geschichte die Entscheidung, einem Hund mit ungewisser Vergangenheit eine 2te Chance zu geben, erleichtert wird.

Liebe ist wie ein Schmetterling.
Je mehr man ihn jagd, desto eher entschlüpft er einem.
Wenn man sich auf andere Dinge konzentriert, wird er allerdings kommen
und sich einem leise auf die Schulter setzen.
( Verfasser unbekannt)

Vom großen Glück, einen alten Hund durch seinen Lebensabend zu begleiten

Immer wieder höre ich: „Das könnte ich nicht, so einen alten Hund aufnehmen. Da muss man sich ja so schnell wieder trennen!“ Ja, ohne Zweifel ist die Zeit, die einem Seniorhund bleibt, begrenzt. Und doch ist es eine unglaublich schöne und intensive Erfahrung, so einen Hund bis zum Tod zu begleiten. Deshalb möchte ich Euch gerne an meinen Erfahrungen teilhaben lassen, um eine Lanze zu brechen für die grauen Schnauzen und vielleicht ein wenig die Angst zu nehmen vor der Kürze der gemeinsamen Zeit und dem schnellen Abschied.

k casperMein erster Senior-Hund kam eher zufällig zu mir. Ein 8 jähriger Huskymix-Rüde, er wurde abgegeben weil er sich angeblich bissig gegenüber Kindern und Männern zeigte. Er lebte ursprünglich bei einem Paar in Spanien und wurde nach 7 Jahren wegen Trennung zurück ins Tierheim gebracht. Dort magerte er binnen drei Monate auf 16 kg ab und konnte einen Platz bei einer Huskyaffinen Familie mit mehreren Kindern in Deutschland ergattern. Doch leider kam er mit dem Trouble dort überhaupt nicht klar. Da Not am Mann war, bot ich mich recht unbedarft als Pflegestelle an. Meine Hündinnen waren entspannt und freundlich, ich habe keine Kinder und so zog Casper bei uns ein. Ein bildschöner Hund, der einfach nur sensibel war. Anfragen bekam er keine, hergegeben hätte ich ihn eh nicht mehr. Er war mein Seelenhund, mein Schatz, meine große vierbeinige Liebe. Er war wunderbar anhänglich und zu Menschen unfassbar feinfühlig, so dass wir bald regelmäßig gemeinsam die Bewohner eines Altenheims besuchen gingen. Casper jagte nicht und konnte problemlos ohne Leine laufen und er hat gehaart wie verrückt, so dass der Staubsauger und die Fusselbürste meine besten Haushaltsfreunde wurden… k casperich4,5 Jahre waren wir ein Team bevor der Krebs uns innerhalb von 2 Wochen trennte. Krachbumm, vorbei. Doch ganz ehrlich? Erst als mich jemand fragte, wie lang ich ihn gehabt hätte, fiel mir auf, dass es „nur“ 4,5 Jahre waren. All meine Erinnerungen, all die Freude und die gemeinsamen Erlebnisse fühlen sich an, als wäre Casper mindestens 10 Jahre bei mir gewesen. Alle meine Hunde sind unvergessen, doch er ist und bleibt mein Stern und mein Seelenlicht.

Er war der Wegbereiter, der Anfang.

Weiterlesen: Vom großen Glück, einen alten Hund durch seinen Lebensabend zu begleiten

Die Sache, die die Zweibeiner Camping nennen

Autor: Krümel Krümelinus

Es ist wieder soweit: meine Menschen holen den Kasten auf zwei Rädern heraus, den sie an das Auto hängen, packen ein paar Kisten und mein Körbchen ein und tun dann das, was sie Urlaub machen nennen. Zum Glück fahren wir nicht lange, nur 60 Minuten nach Holland – Autofahren ist nämlich nicht so mein Ding.
Am Ziel angekommen, darf ich zwar aussteigen, werde aber gleich mit meiner Leine angepflockt, für die nächste Zeit haben die Zweibeiner zu tun. Ich kenne das schon und es macht mir auch nicht wirklich etwas aus, es gibt genug zu beobachten und wenn meine Menschen mit ihrem „Kasten“ fertig sind, haben wir ein schönes großes Haus aus Stoff auf der Wiese stehen – man nennt das wohl „Klapp-Caravan“. Und ich weiß: in den kommenden Wochen sind wir von morgens bis abends zusammen, Frauchen, Herrchen und ich.

k krümel01k krümel02

Weiterlesen: Die Sache, die die Zweibeiner Camping nennen

Dann kam Frodo...

frodo01Vorgeschichte:
Mein Mann und ich lebten viele Jahre gemeinsam mit unseren vier Podencos Alfonso, Cariño, Seña und Toby. Ehemalige Tierschutzhunde mit Vergangenheit und persönlicher Geschichte.
Cariño und Alfonso gingen im Abstand von nur 10 Monaten im hohen Alter über die Regenbogenbrücke. Erlebnisse, die verkraftet und verarbeitet werden wollen…
Kraft und Motivation geben mir meine beiden Hunde, die leben und Bedürfnisse haben, um die ich mich kümmere. Alles geht seinen „gewohnten“ Gang, nur eben anders! Podenca Seña, ca. 12 Jahre, Podenco Toby, ca. 15 Jahre, sind im Rudel längst angekommen, es läuft! Unaufgeregt, entspannt, eingespielt und strukturiert seit vielen gemeinsamen Lebensjahren.
Ein neuer, ein dritter Hund war nicht geplant, ganz im Gegenteil. Es sollte erst mal alles so bleiben wie es war. Mein Mann und ich trafen diese Entscheidung mit dem Kopf, dem Verstand, vernünftig eben!

Weiterlesen: Dann kam Frodo...

Unsere "alte" Tina

tina01Hallo liebe Tierfreunde,

heute möchte ich mal einen kurzen Erfahrungsbericht über die Aufnahme unserer “alten Tina” geben. Dabei versuche ich natürlich, mich  kurz zu fassen, was mir verdammt schwer fallen wird, da wir schon so viele schöne Momente in nur 2 Monaten mit unserer Tina erlebt haben.

Ich bin jetzt 38 Jahre alt, und habe meinen ersten Hund bekommen als ich 5 Jahre alt war. Auch bei uns war es früher Gang und Gebe sich einen “ordentlichen VDH-Welpen” anzuschaffen.

Weiterlesen: Unsere "alte" Tina

 

zurueckbutton

nach-oben

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.