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2014

Jahresrückblick 2014

Liebe TS FellWechsel Freunde1

Bei dem Wort Jahresrückblick fallen uns als erstes die spektakulären Fernsehsendungen ein, die Weltbewegendes, Trauriges und auch Schönes Revue passieren lassen. Dass auch wir bereits nach neun Monaten einen Jahresrückblick verfassen werden, hätten wir im Januar, als wir uns entschlossen, einen eigenen Verein zu gründen, niemals für möglich gehalten. Es ist so viel Unglaubliches passiert, es sind Freundschaften entstanden, wir haben gemeinsam gehofft, geweint und gelacht und uns gegenseitig Mut zugesprochen und mit Euch in Spanien mehr erreichen können, als wir zu hoffen gewagt haben.

Doch fangen wir von vorne an:
Januar 2014: In diesem Monat war es sehr still um uns, aber es hat uns bereits gegeben. Wir haben unsere Gedanken sortiert, unsere Tierschutzvorstellungen untereinander besprochen und gefestigt. Die Entscheidung, es miteinander zu versuchen und einen eigenen, kleinen Verein ins Leben zu rufen, nahm Formen an.
2Februar 2014: Durch die enge Verbundenheit mit der Tierhilfe Licht im Dunkeln war der passende spanische Partner schnell gefunden. Minerva, ihr Team und das Tierheim PROA in Madrid persönlich kennen zu lernen, bevor wir Zusagen machten, war uns sehr wichtig. Was lag da näher, als sich in den Flieger zu setzen und uns ein Bild vor Ort zu machen. Tage in denen die Emotionen Purzelbäume schlugen und bleibende Erinnerungen in uns hinterließen, gingen viel zu schnell vorüber. Nach Hause flogen wir mit einem festen spanischen Partner und einer großen Liebe in unseren Herzen: unser Bärchen Osito. Jahrelange Kettenhaltung hatten sein Leben geprägt, gebrechlich, alt und krank, dennoch ist er uns mit einem Hundeherz voll Liebe und Vertrauen begegnet. Noch nie haben wir zuvor in so hoffnungsvolle, leuchtende und dankbare Augen geblickt. Nicht einfach nur ein Hund unter vielen, sondern ein bemerkenswerter Charakter, der für immer Spuren hinterlassen hat.
3März 2014: Unsere ersten News gingen raus, wir stellten uns als zukünftigen neuen Verein vor. Langsam, ganz langsam wollten wir es angehen lassen und schauen, wo der Weg hinführt. Da haben wir jedoch nicht mit Euch gerechnet. Eine Flut von Mails und Anrufen erreichte uns und wir waren direkt mitten drin. So planten wir verhalten den ersten Spendentransport, mit leeren Lagern, ohne Geld und ohne Auto. Unsere Hoffnung: Zum Jahresende die Lager gefüllt und zumindest so viel Geld in der Kasse zu haben, um einen Transport fahren zu können. Auch Trauriges war geschehen und wir haben das erste Mal miteinander geweint. Die PROA hatte zwei Todesfälle zu betrauern, die auch uns schwer getroffen haben. Zwei Hunde, die unterschiedlicher nicht hätten sein können, haben den Weg über die Regenbogenbrücke angetreten. Homero und unser Bärchen Osito.
4April 2014: Nur wenige Wochen vergingen, da baten wir Euch um Hilfe und um Spenden für den Transport. Für „kleines Geld“ Benzinkanister zu verkaufen und eventuell ein paar Sachspenden holen zu dürfen, das war unser geheimer Wunsch. Aber erneut haben wir nicht mit Euch und Eurer Begeisterung gerechnet. Zur Aktualisierung der HP sind wir kaum noch gekommen, so zügig habt ihr Benzinkanister erstanden und die folgenden Wochenenden waren verplant, denn es gab eine Menge Sachspenden zu holen. Selbst ein Auto konnten wir binnen kurzer Zeit dank Armins Kontakten sicher einplanen. Unglaubliches entwickelte sich um uns herum.
5Mai 2014: Die Flut an Unterstützung riss nicht ab, wir hatten ein Auto, zwei Fahrer und bis unters Dach stramm gefüllteSpendenlager. Der erste Spendentransport konnte starten. Wir konnten tatsächlich binnen zwei Monaten den Weg nach Spanien antreten. Dank Eurer Hilfe und handfesten Unterstützung in finanzieller Hinsicht als auch auf Grund der Tatsache, dass unglaublich viele von Euch aussortiert hatten und eine wahre Spendenflut über uns hereingebrochen war und Ihr Eure Freizeit geopfert und Spenden von A nach B gefahren habt. Ein Teamwork das in Worte eigentlich nicht zu fassen ist. 5 aDoch leider, wie so oft lagen Freud und Leid ganz nah beieinander. Auch in diesem Monat mussten wir wieder von einem Charakterhund Abschied nehmen, Lobo hatte seinen Gang über die Regenbogenbrücke angetreten.
6Juni 2014: Es war soweit, wir haben uns zur Vereinsgründung getroffen und in fröhlicher Runde nicht nur die Gründung des Vereins in trockene Tücher gebracht sondern auch über dringende Baumaßnahmen und zukünftige Unterstützung unseres spanischen Partnertierheims gesprochen. Unsere ersten NotFellchen gingen online. 6 aDie Kartonwelpen Sarah, Elisa und Xenia, die Dank Eurer Unterstützung alle proper geworden sind und bereits in Spanien ihre Familien gefunden haben.
Juli und August 2014: Zwei Monate, in denen es nach außen hin etwas ruhiger um uns war, so dass bei Euch gleich die Alarmglocken schrillten. Immer wieder erreichten uns sorgenvolle Mails oder Anrufe, ob denn auch alles in Ordnung sei. In dieser Zeit widmeten wir uns der internen Vereinsarbeit, denn der Schreibkram wollte auch erledigt werden. Zudem erreichen uns ab dem Sommer immer mehr deutsche Tierschutznotfälle, denen wir nachgehen. Ein Beispiel ist unser Spike. Viele haben es (glücklicherweise) nicht bis auf unsere Homepage geschafft, denn oftmals hilft ein vernünftiges Beratungsgespräch mit den verzweifelten Tierbesitzern bereits, um eine gute Lösung für das bestehende Problem zu finden. Und manchmal erreichten wir mit Hilfe unserer Tierschutzfreunde, dass ein Abgabetier über andere Vereine direkt den Weg zu seiner neuen Familie fand.
7Im August verstarb Larry, ebenfalls ein Herzhund der PROA Mitarbeiter, die uns weinend und geschockt darüber in Kenntnis setzten. Seine unerschütterliche Liebe zum Menschen hat ihn auf dramatische Weise das Leben gekostet.
8September 2014: Anfang des Monats bestritten wir unser erstes Sommerfest bei Pit, Staff& Co. Ein weiteres NotFell erreichte uns. Nico, unser „Boxer-Alien“, abgemagert bis auf die Knochen und Leishmaniose positiv. Ein wahrer Kämpfer und Sonnenschein. Auch hier habt Ihr uns nicht alleine gelassen und den NotFellGroschen gefüllt, damit wir ihm die bestmögliche tierärztliche Betreuung zukommen lassen konnten. Ein weiterer Spendentransport in Gemeinschaft mit der Tierhilfe Licht im Dunkeln konnte durchgeführt werden und Euch wurde unser erstes großes spanisches Projekt vorgestellt. 8aWir wollen den Außenzaun des Tierheims durch einen Neuen ersetzen. Dafür haben wir erneut zu Spenden aufgerufen, in der Hoffnung, im Frühjahr 2015 mit dem Austausch zumindest beginnen zu können. Doch wieder hat uns Eure Spendenbereitschaft förmlich überrollt und war nicht zu toppen. Binnen kurzer Zeit waren so viele Zaunmeter zusammen, dass die Spanier bereits noch in diesem Jahr mit der Erneuerung anfangen konnten.
9Oktober 2014: Dieser Monat stand voll und ganz im Zeichen der Messe „Mein Tier“. Wir erhielten einen großzügigen, gesponserten Platz, der gefüllt werden musste. Hier haben wir wirkliche Freudentränen vergossen. Nur durch Mundpropaganda und Erzählungen in vereinzelten Telefonaten und Gesprächen erreichten uns fast täglich Pakete mit Handarbeiten, da auch Ihr den Messestand unterstützen wolltet. Es war für uns unglaublich, wie viele Menschen unaufgefordert Ihre Zeit opferten und auch Geld in die Hände nahmen und für uns gebastelt haben. Es war ein wahrer Hype, dem auch wir verfielen, so dass auch wir in den Abendstunden mit Euch gemeinsam bastelten und häkelten.
November 2014: Zwei anstrengende aber wunderschöne Messetage brachten wir hinter uns. Wir haben viele neue Kontakte knüpfen und bestehende ausbauen können und konnten vielen Menschen unsere Vereinsarbeit näher bringen. Endlich erfolgte auch die Eintragung ins Vereinsregister, wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben. Im Hintergrund arbeitete Karin unter Hochdruck an einer neuen HP und dem damit verbundenen Serverwechsel.
Dezember 2014: waiderBoxer-Opi Waider durfte umziehen auf einen spanischen Pflegeplatz und eine wahre Hiobsbotschaft erreicht uns von der PROA. Das Quarantänedach ist undicht. Der eilig beauftragte Dachdecker stellte fest, dass die Tragbalken verrottet sind und Einsturzgefahr besteht! Der Raum kann eigentlich nicht genutzt werden, doch wo sollen die Hunde jetzt im Winter nachts bleiben? Die Außenanlagen sind nicht genügend isoliert, um den Hunden bei Minustemperaturen Schutz zu bieten. Das Team der PROA berät sich, ein sofortiger Aufnahmestopp für Hunde ist die erste Maßnahme. Das Team arbeitet weiter in der baufälligen Quarantäne, die Boxen, die sehr unter Wasser stehen, werden geräumt, die anderen nachts teilweise doppelt belegt. Eine Stresssituation auch für unsere Hunde, da die Quarantäneboxen sowieso sehr klein sind. Die langfelligen und robusten Hunde bleiben draußen in den Außengehegen, deren Schutzhütten notdürftig wetterfest gemacht wurden. Doch erste finanzielle Unterstützung ist bereits eingetroffen, wir blicken den Reparaturarbeiten somit hoffnungsvoll entgegen. Um unseren spanischen Freunden zu zeigen, dass sie mit ihren Sorgen nicht alleine sind, wollten wir so kurz vor den Feiertagen ein wenig Freude und ein Licht der Hoffnung nach Spanien senden. Spontan hatten wir zur „Weihnachtspäckchenaktion“ für die Tierheiminsassen aufgerufen. Ein großes Unterfangen dachten wir uns, sollten doch 110 Tiere ihr eigenes Weihnachtspaket erhalten. Wir haben Euch um Mithilfe gebeten und erneut habt Ihr uns zu Freudentränen gerührt. Die Anteilnahme war überwältigend und binnen eineinhalb Wochen haben wir für wirklich alle Tiere bei Zooplus bestellen können. „Weihnachten im Tierheim PROA“, schöner kann man ein Jahr nicht beenden.

2014: Ein Jahr voller Emotionen und reich an Ereignissen. Minerva und die Tierschützer der PROA in Spanien sind uns in kurzer Zeit zu liebgewonnenen Freunden geworden, die Unmögliches bewegen und über sich hinauswachsen.
Während des Schreibens dieses Jahresrückblickes wurde uns erneut vor Augen geführt, was alles möglich und machbar ist, aber auch, dass wir nur ein ganz kleines Glied in einer großartigen Kette sind. Ohne Euch, Euer endloses Vertrauen in unsere Arbeit und Eure nicht enden wollende Hilfsbereitschaft wären all die wunderbaren Dinge nicht möglich gewesen. Hierfür möchten wir Euch von ganzem Herzen danken. Ihr habt uns mutig und stark gemacht, durch Euch erhalten wir den Ansporn, immer weiter zu machen, auch wenn es ausweglos erscheint. Ihr alle kennt die Höhen und Tiefen im Tierschutz, so manches Mal rauben schreckliche Nachrichten die Luft zum Atmen und Erreichtes wird hinterfragt. Die Kraft schwindet, man fühlt sich leer, Hoffnungslosigkeit breitet sich aus. Den sogenannten „Tritt in den Hintern“ bekommen wir dann von Euch und Energie und Schaffensdrang kehren zurück. Es ist nicht viel, was wir zurück geben können, aber es kommt von ganzem Herzen: DANKE!

Zusammen mit Euch möchten wir nun hoffnungsvoll in das Jahr 2015 starten. In dem Bewusstsein, dass wir wieder gemeinsam weinen, lachen, hoffen, uns freuen und uns Mut zusprechen werden, dass es Tage geben wird, an denen unsagbare Wut und Trauer die Oberhand gewinnen, wir wieder an die Grenzen des Machbaren stoßen. GEMEINSAM werden wir Unmögliches möglich machen und als großes Ganzes - als Freunde - den spanischen Tierschutzfreunden unsere Verbundenheit zeigen und den täglichen Kampf aufs neue aufnehmen.

Euch, Euren Lieben und natürlich den Vierbeinern wünschen wir alles Liebe, Gute und Gesundheit für das Jahr 2015.

Euer TS FellWechsel Team Petra, Nicole, Ute, Margot und natürlich Minerva und ihr Team in Spanien.

 

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