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Newsarchiv 2015

Trauer und Betroffenheit im Tierheim PROA

02.12.2015

neo00100Aus dem Tierheim der PROA erreichten uns schlimme, traurige Nachrichten. Patenhund Neo, der Pitbullrüde, musste eingeschläfert werden. Neo kam als Jungspund ins Tierheim, verunsichert, allem und jedem skeptisch gegenüber und mit deutlichem Drohverhalten. Die Spanier taten alles, damit Neo Vertrauen fasste. Und auch Alberto, der Hundetrainer, arbeitete regelmäßig mit ihm und nach einigen Monaten machte Neo erfreuliche Fortschritte, wurde etwas aufgeschlossener und vor allen Dingen auch fröhlicher. Wir alle hofften, dass Neo so weit gefestigt werden würde, dass er ein artgerechtes und zufriedenes Leben führen könnte. Dank der Patenpakete seiner treuen Patin Nina V., gab es immer wieder kleine Highlights in seinem Leben.

Vor kurzer Zeit stellten die Spanier negative Veränderungen in Neos Verhalten fest. Er wurde mürrisch, hatte keine Freude mehr, fühlte sich wohl gestresst, sein mühsam erlerntes Vertrauen schien förmlich zu zerbröseln und es kam zu einem Beißvorfall, der aber glimpflich ausging. Da zu der Zeit im Tierheim viel Unruhe herrschte, schien dies eine mögliche Erklärung für Neos Wesensänderung, der mit Aufregung, geänderten Lebensbedingungen nie besonders gut klar gekommen ist. Natürlich wurde Neo in der Folge sehr genau beobachtet, aber sein Zustand schien relativ stabil, doch am vergangenen Wochenende rastete Neo völlig aus und verbiss sich in den Arm einer der freiwilligen Mitarbeiterinnen, zu der er eigentlich Zutrauen hatte. Nur mit Hilfe anderer konnte Olgas Arm aus Neos Zähnen befreit werden. Sie musste unverzüglich ins Krankenhaus, da die Bisswunden wirklich schlimm waren. Wir sind alle entsetzt und natürlich sehr traurig, dass es zu diesem schrecklichen Vorfall gekommen ist und Olga so schwer verletzt wurde. Eine Alternative zur Einschläferung Neos, zu der die hinzugezogenen Tierärzte und der Hundetrainer rieten, gab es einfach nicht. Ob der Tierheimstress ihn psychisch so zusammenfallen ließ oder ein Tumor, spielte da zu unser aller Bedauern keine Rolle mehr. Ein Leben im Tierheim war für Neo selber kein lebenswertes Leben mehr und außerdem stellte er für alle Helfer dort eine echte Gefahr dar. Eine Vermittlung in einen Privathaushalt war auf Grund der Beißvorfälle nun gänzlich unmöglich geworden und unsere Sorge muss in derartigen Fällen zuerst der Sicherheit der Menschen gelten.

Es tut uns allen unendlich leid. Letztendlich ist Neo ein Opfer seiner Rassezugehörigkeit geworden. Von seinen Erstbesitzern zu einem misstrauischen, bedrohlichen Hund gemacht, ist es den Spaniern und uns bei allen Bemühungen nicht gelungen, Neo zu einem artgerechten Leben zu verhelfen. Nun wünschen wir Neo, dass er hinter dem Regenbogen ein besseres, entspanntes Hundeleben führen kann. Wir wünschen Olga gute Besserung und hoffen, dass sie auch den Schock schnell überwindet. Und wir wünschen uns von ganzem Herzen, dass die Menschen endlich aufhören, aus grundguten Hunden Kampfmaschinen zu machen, mit denen sie anderen imponieren wollen. Nur dann werden sich Schicksale wie die des armen Neo, der völlig unverschuldet zu dem wurde, was er war, nicht mehr wiederholen.

 

 

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