regenbogenbruecke

 

Auf der anderen Seite

 

 

Weinet nicht an meinem Grab um mich;

Ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.

Ich bin der Wind über dem See,

Christallglitzer auf dem Winterschnee.

Ich bin am Tag das Sonnengold,

ich bin der Regen herbstlich hold.

Ich bin das tiefe Himmelblau,

der schöne, frische Morgentau.

Sucht mich und blickt im Dunkeln in die Ferne,

bei Nacht bin ich das Funkeln der Sterne.

Zündet für mich eintausend Kerzen an,

und vergeßt mich nie - keine Sekunde lang.

Steht nicht am Grab, die Augen rot.

Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.

(Mary Elizabeth Frye)

 

Tina - * 2005 - † 08. Dezember 2016

tina

Oft fragte ich mich – wo wirst du sein,
nachdem du diese Welt verlassen hast.
In der Stille meiner Gedanken fand ich
in meinem Herzen die Antwort darauf.
(Rebell)

Zwei wundervolle Jahre, sicherlich die schönsten in Tinas Leben, durfte die Hündin geliebt und umsorgt in einer Pflegefamilie verbringen. Ihr vorheriges Leben war entbehrungsreich, viele Jahre musste Tina im Tierheim PROA ausharren, bevor sie ihr Ticket nach Deutschland bekam. Ein alter, gebrochener Hund, den keiner wirklich haben wollte. Die Pflegemama ließ sich weder von Tinas Alter, noch von ihren Gebrechen abschrecken und gab ihr die Chance ihres Lebens. Kaum in Deutschland wurde Tina wieder jung, nahm rege am Leben teil, ging mit zum Spazieren und blühte zusehend auf. Tinas Geschichte und wie sie das Leben ihrer Familie auf den Kopf stellt, findet Ihr  hier http://www.ts-fellwechsel.de/tierische-geschichten-2/146-unsere-alte-tina

Wir danken der Pflegemama Sandra T. und ihrer Familie von ganzem Herzen, dass sie Tina noch zwei wundervolle Jahre geschenkt haben und sie auch am 08.12.2016 auf ihrem letzten Weg mit Liebe begleitet haben. Demnächst wird ein kleines Bäumchen, an Tinas Lieblingsplatz im Garten,  die Möglichkeit haben, zu einem stattlichen Baum heranzuwachsen. Eine ganz wunderbare Idee, Tina zu gedenken und weiterhin symbolisch am Leben der Familie teilhaben zu lassen…

Ebenfalls danken wir der Patin Katrin M. die Tina über Monate hinweg mit einer Patenschaft begleitet hat.

Palomo - * 2004 - † 19. November 2016

Palomo

Mein Herz, ich will dich fragen,
was ist denn Liebe, sag?
“Zwei Seelen und ein Gedanke,
zwei Herzen und ein Schlag!”

Und sprich, woher kommt Liebe?
“Sie kommt und sie ist da!”
Und sprich, wie schwindet Liebe?
“Die war’s nicht, der’s geschah!”

Und was ist reine Liebe?
“Die ihrer selbst vergißt!”
Und wann ist Lieb’ am tiefsten?
“Wenn sie am stillsten ist!”

Und wann ist Lieb’ am reichsten?
“Das ist sie, wenn sie gibt!”
Und sprich, wie redet Liebe?
“Sie redet nicht, sie liebt!”

Machs gut mein "Schmuddelkind", wo immer du nun bist...

Mayo - * 2008 - † 12. November 2016

mayo

Liebe und Erinnerung ist das, was bleibt,
lässt viele Bilder vorüberziehen,
uns dankbar zurückschauen auf die gemeinsam verbrachte Zeit. (Autor unbekannt)

Mayo kam zu seinem Namen, weil er am 1. Mai ins Tierheim gebracht wurde. Mayo lebte sein ganzes Leben auf der Straße in einem kleinen Ort in der Nähe von Madrid. Niemand kümmerte sich groß um den freundlichen schwarzen Kerl, so brachte eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen der PROA ihn ins Tierheim. Im Tierheim litt der schwarze Rüde sehr, er fraß nichts mehr und gab sich vollkommen auf. So wurde unter Hochdruck ein Zuhause für den schwarzen Rüden gesucht und auch gefunden. Mayo eroberte das Herz eines Mannes, der des Öfteren die Proa besuchte um vor Ort zu helfen. Da Mayo auch einen recht hohen Leishmaniosetiter mitbrachte, zog er als Dauerpflegehund bei dem Mann ein und wurde weiter über die PROA finanziert. Mayo blühte auf und konnte noch eine wundervolle Zeit im eigenen Zuhause genießen. Ein riesiger Tumor wurde Anfang der Woche diagnostiziert, eine OP nicht mehr möglich. Schnell verschlechterte sich sein Zustand rapide und so musste man Mayo gehen lassen. Seine letzte Reise trat er in den Armen seines geliebten Menschen an… 

Unser herzliches Dankeschön gilt seiner Patin Katrin M. für die monatliche Unterstützung in den letzten Monaten.

Yanco - * 2000 - † 20.07.2016

yanco

Das Leben ändert sich mit jenen, die neben dir stehen,
aber auch mit jenen, die neben dir fehlen.

(Autor ubekannt)

Adios mein Bärchen, du fehlst.

Terry - * 2007 - † Juli 2016

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Ich gehe meinen Weg
vertrauend darauf,
dass er mich nicht an ein Ende,
sondern an das Ziel führt.

Plötzlich und unerwartet verstarb unser Patenhund Terry.

Terry war nie wirklich krank, fing dann aber an, etwas ruhiger zu werden und sich unwohl zu fühlen. Der Pflegepapa entschloss sich, ihn einem Tierarzt vorzustellen, doch Terry entschied anders. Er fiel einfach tot um, der Tierarzt vermutete eine Herzattacke, die gleich so schlimm war, dass Terry nicht mehr aufgewacht ist.

So speziell Terry auch war, verschenkte er sein Herz, hatte man einen treuen Partner an seiner Seite. Wir trauern mit unseren spanischen Freunden...

Unser herzliches Dankeschön gilt seiner Patin Simone G.-W. für die monatliche Unterstützung in den letzten zwei Jahren.

Nala - * Juli 2007 - † 19. Juni 2016

nala

Die Liebe hat sich gewandelt:
Sie ist nun unendlich zart
und doch so stark,
still
und dennoch voller Lebendigkeit,
fern,
aber in jedem Augenblick gegenwärtig;
sie ist geheimnisvoll
und doch ganz klar,
rein und frei
von allen Dingen dieser Welt.
Nun ist sie daheim
in der Geborgenheit des Herzens,
im Schutze der Erinnerungen:
unantastbar,
unbesiegbar,
unverlierbar.
(Irmgard Erath)

Im Leben erwiesen, danach auf immer gültig - Herzen sehen mehr als Augen...

Zu Nala, uns und der Zeit, die wir zusammen haben durften:

Ich habe Nalas Foto als eines der ersten von etwa 200 Hunden an besagtem Abend entdeckt. Das erste was mir an ihr auffiel war diese Schmolllippe und der in die Kamera gerichtete, fragende Blick. Dieses Bild ließ mich nicht mehr los und eigentlich wusste ich, ohne den zugehörigen Artikel zu lesen: das ist mein Hund.

Nach der Abwicklung der Formalitäten kam der Tag der ersten Begegnung. Nala war mir und meinem Sohn gegenüber freundlich, zunächst verhalten neugierig aber mit dem Hundealltagsgeschäft in der Pflegefamilie und dem Rudel beschäftigt. Während des Aufenthalts ließ sie sich immer mal locken und knuddeln, sprang sogar mal auf den Schoß. Trotzdem stand für mich die bange Frage im Raum, ob sie sich von der Pflegefamilie lösen wollen würde.
Nach ca. 2 Stunden stand dann der Aufbruch an. Noch bevor ihre Sachen in den geöffneten Kofferraum verladen werden konnten, machte die kleine Maus nen Satz und legte sich in den Kofferraum. Ich glaube allen, vor allem der Pflegefamilie verschlug das den Atem.
Auf der Fahrt in ihr neues Zuhause schlief sie nach knapp 5 Minuten auf dem Rücksitz ein. Sie war vollkommen gelassen und schien es so zu nehmen wie es war und gut zu heißen.

Zu Hause wurde sie von unserem 5 jährigen Rüden freundlich aufgenommen, durfte sich alles anschauen, alle Plätze belegen, seinen Napf nach dem Füttern kontrollieren und er teilte auch ohne zu murren die Streicheleinheiten. Gespielt wurde drinnen wie draußen wild und ausgelassen.
Nala präsentierte sich als gut erzogene Hundedame, die nicht an der Leine zog, Menschen im allgemeinen ignorierte, aber bei Kontakt freundlich begrüßte, nur einmal versuchte auf das Sofa zu springen :), Essen nur selten ignorieren konnte und eine geschickte diskrete kleine Diebin war ... das Leben ohne Versorger hat da wohl geprägt.
Wir lernten dass unser Essen nicht stehen bleiben konnte von ihr und sie lernte, dass wir sie nirgendwo zurücklassen würden....
Bei Spaziergängen blieb sie zunächst immer dicht am Menschen, erledigte ihr Geschäft eilig um schnell wieder Anschluss zu bekommen. Aber mit den Wochen wurde der Radius größer und auch die Spaziergänge entspannter. Trafen wir auf nette Hunde wurde ausgiebig und ausgelassen gespielt. Wurden wir unterwegs angemacht zeigte Nala, dass sie ihr Rudel bis zum letzten verteidigen würde.

Leider wurde unser Rüde nur wenige Wochen später durch eine Erkrankung aus dem Leben gerissen. Für uns Menschen ein herber Schlag. Das Nala ihn auch vermisste machte sie uns deutlich, indem sie seine üblichen Orte draußen aufsuchte, die sie in der Zeit zuvor ignoriert hatte.

Meinem Sohn und mir kam es nicht richtig vor, dass Nala nun alleine war und so kam ein 4 Monate alter Rüde zu uns. Nala übernahm den Job als Co-Erzieherin sofort liebevoll und konsequent...es war eine tolle Zeit die uns  noch einmal mehr zusammen wachsen ließ.
Nala zeigte dem Welpen wirklich alles was man lernen muss, war geduldig, immer zum spielen, Kräfte messen und kuscheln bereit.

Praktisch über Nacht veränderte sich jedoch Nalas Verhalten auf den Spaziergängen - der kleine Wildfang blieb hinter uns zurück auf unserer Morgenrunde. Am ersten Tag führte ich das noch auf die plötzlich angestiegenen Temperaturen zurück. Am nächsten Tag fand ich dass ich über eine strengere Diät für sie nachdenken müsste. Am dritten Tag traf mich die Erkenntnis, dass sie noch mehr zugelegt hatte und dass das wohl nur Wasseransammlungen sein könnten. Das wurde mir am selben Abend in der Tierklinik bestätigt und eine Herzerkrankung diagnostiziert.
Wir stiegen sofort in die Behandlung ein und kämpften gut 3 Wochen. Der  Verlauf war so rapide, das wir mehrere Nächte in der Klinik verbrachten, 3 Punktionen in Kauf nahmen und schnell an die Höchstdosis der Medikamente gelangten. Aber das Wasser kam immer wieder.

Nala nahm die Behandlung die ersten 2 Wochen gut hin und nahm im Rahmen ihrer Kräfte an allem interessiert teil. Sie war freundlich, versuchte sogar mit uns zu spielen, obwohl sie deutlich geschwächt war. Wir mussten sie oft bremsen und wir waren so voller Hoffnung noch eine lange Zeit zusammen verbringen zu können. Sie zeigte uns so sehr, dass sie es auch will....
In der letzten Woche wollte sie zunächst nicht mehr mit uns auf die Wiese, erledigte ihr Geschäft und wendete sich dann, um nach Hause.
Der nächste Rückschritt war, dass sie nicht mehr aus dem Napf fraß, nur noch kleine Mengen aus der Hand und die Medikamente nur mit sanfter Gewalt aufnahm.
Sie bezog ihren Platz auf ihrer Decke, schlief viel, folgte uns nicht, beobachtete, aber nahm nicht mehr teil.
An unserem letzten Tag verweigerte sie das fressen komplett. Das Atmen war deutlich mühsam für sie. Und somit nahmen wir Abschied voneinander - mein Sohn hier zu Hause und ich gegen 14 Uhr in der Klinik. Sie schlief dort auf meinem Schoß ein - ohne Angst - einen Beißkorb brauchten wir nicht....

Neo - * 2012 - † 29. November 2015

neoregenbogen

Erst muss,
bevor die Welt sich ändern kann,
der Mensch sich ändern.

Neo – Du hattest kein schönes Leben auf dieser Welt. Du kamst wie alle Hundewelpen unschuldig und mit gutem Charakter auf die Welt. Doch statt zu einem freundlichen, vertrauensvollen, lebensfrohen Hund wurdest Du von Deinen Menschen zu einem misstrauischen, bedrohlichen, unberechenbaren Hund gemacht, und kamst in diesem Zustand zur PROA ins Tierheim. Alle dort wollten Dir den Weg zu einem artgerechten, entspannten Leben öffnen, und wir wollten sie und Dich dabei unterstützen. Aber wir haben es nicht geschafft. Du konntest auch im Tierheim kein artgerechtes, lebenswertes Leben führen, wurdest nach anfänglichen positiven Entwicklungen wieder skeptisch, gestresst und warst ständig angespannt. Deine Unfähigkeit, uns Menschen zu vertrauen, unser Unvermögen, Dir dieses Vertrauen zu geben, führten zu Beißvorfällen und zu der bitteren Erkenntnis, dass Dein Leben nie artgerecht, entspannt und stressfrei sein könnte, Du immer eine Gefahr für Menschen sein würdest und nie die Mauern des Tierheims verlassen und ein glückliches Leben mit Menschen würdest führen können. Wir hatten keine Wahl, wir mussten Dich, zu Deinem eigenen Schutz und zum Schutz der Menschen, über die Regenbogenbrücke schicken. Es tut uns allen unendlich leid. Wir wünschen Dir, dass Du hinter dem Regenbogen endlich endlich ein besseres, entspanntes Hundeleben führen kannst. Und wir wünschen uns von ganzem Herzen, dass die Menschen endlich aufhören, aus grundguten Hunden Kampfmaschinen zu machen, mit denen sie anderen imponieren wollen. Nur dann werden sich Schicksale wie Deines, Neo, der Du doch völlig unverschuldet zu dem wurdest, was Du warst, nicht mehr wiederholen.

Nanuk - * 2013 - † 05. November 2015

nanukregenbogen

Ich kann nicht hassen.
Sie schlagen mich. Sie treten mich mit Füßen.
Ich kann nicht hassen. Ich kann nur büßen
für dich und mich.
Ich kann nicht hassen.
Sie würgen mich. Sie werfen mich mit Steinen.
Ich kann nicht hassen. Ich kann nur weinen bitterlich.

Nanuk, erst in den letzten Tagen Deines kurzen Lebens durftest Du erfahren, was Liebe und Geborgenheit bedeuten. Monatelange hast Du vor den Augen vieler gleichgültiger Menschen gelitten und sicher unendliche Ängste ausgestanden. Das Team der PROA hat mit Dir um Dein Leben gekämpft und viele Menschen, die Dich nur vom Bild her kannten, haben mit Dir gebangt und gehofft. Doch Dein Körper war zu schwach, zu krank und wir mussten einsehen, dass es Dir drüben, über der Regenbogenbrücke, besser gehen wird. Möge Deine kleine Hundeseele alle Schmerzen, Ängste und all‘ das, was Du an Schrecklichem und Entsetzlichem durch uns Menschen erleiden musstest, vergessen und möge Dir die große Liebe und Aufopferung von Martha und all‘ der anderen, die mit Dir und für Dich gekämpft und gehofft haben, Dich einhüllen, wie eine liebevolle Umarmung und mögest Du da, wo Du nun bist, endlich glücklich und frei sein.

Charlie - * 2010 - † 17. Oktober 2015

charlie

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes.
Manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben, als man ertragen kann,
dann stärkt sich indessen leise das Schöne und berührt wieder unsere Seele."
(Hugo von Hofmannsthal)

Unser Charlie, den wir im Januar von einem anderen Verein übernommen haben, war an einem Freitag nachmittag plötzlich apathisch und hatte starken Durchfall. Sofort wurde er dem Tierarzt vorgestellt und mit Infusionen und Medikamenten versorgt. Doch sein Zustand verschlechterte sich bereits kurz darauf wieder und er bekam Fieber. Deshalb fuhr Heike Freitag spät abends mit ihm in die Tierklinik, wo er stationär aufgenommen wurde. Seine Blutwerte waren katastrophal und die Tierärzte behandelten in alle Richtungen, weil sie noch keine eindeutige Diagnose stellen konnten. Die Chefärztin machte uns wenig Hoffnung, da Charlie zusehends schwächer wurde und eine OP in seinem Zustand nicht überstehen würde. Auch eine Plasma-Gabe stabilisierte Charlie nicht mehr für weitere Behandlungsversuche und es blieb uns nichts anderes übrig, als ihn Samstag morgen erlösen zu lassen. Heike und ihre Familie begleiteten ihren kleinen Raptor Charlie auf seiner letzten Reise und nahmen ihn anschließend wieder mit heim.

Wir danken Heike und ihrer Familie dafür, dass sie einen misstrauischen, frustrierten und sich bis aufs Blut kratzenden Griesgram mit offenen Armen bei sich aufgenommen, und ihm mit viel Liebe, Geduld, Konsequenz und Zeit den Weg zurück zu einem gesunden, freundlichen und lebensfreudigen Wuschel gezeigt haben. Charlie hatte bei Euch die beste Zeit seines Lebens. Wir fühlen mit Euch. Danke.

 

Elis - * 2015 - † 22.Juni 2017

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… und war ich nur ein Blatt im Wind der Ewigkeit, man hat mich geliebt.

Elise war nur wenige Wochen im Tierheim der Proa, ein Sonnenschein und immer gut gelaunte Hündin. Sie verstarb für alle völlig unerwartet während des Kastrationseingriffs. Wir sind geschockt und trauern mit unseren spanischen Tierschutzkollegen.

Waider - * 2005 - † 21.Mai 2017

waider

Schöne Tage –
nicht weinen, weil sie vergangen,
sondern lachen, weil sie gewesen.
            (Tagore)

Nach zweieinhalb Jahren bei seiner liebevollen, toleranten Pflegefamilie, machte sich Waider auf über die Regenbogenbrücke. Waiders Leben war geprägt von einem Wechsel aus traurigen und glücklichen Zeiten. Als Junghund aus dem Tierheim adoptiert , lebte er sechs Jahre glücklich bei einem jungen Mann. Als Senior wurde Waider inkontinent und fand sich im Tierheim wieder. Lange Monate wartete Waider traurig und vergeblich, weder kam ihn sein geliebtes Herrchen wieder abholen noch fand, wohl aufgrund der Inkontinenz und eines erhöhten Leishmaniosetiters, ein neues Zuhause für den freundlichen und immer noch verspielten Hundeherrn. Im November 2014 aber begann Waider nächste Glücksphase, die bis zu seinem Tod anhalten sollte. Er fand einen Dauerpflegeplatz in Spanien. Dort wurde er geliebt, umsorgt und seine feuchten Spuren in der Wohnung einfach weggewischt. Dazu hatte Waider das Glück, in Sylvia P.-N., einer großen Boxerfreundin, eine großzügige und treue Patin zu finden. In den letzten Wochen wurde Waider schwächer, gebrechlicher, die Nieren versagten und er durfte in den Armen seines Pflegfrauchens einschlafen. Mach es gut, im Kopf ewig junggebliebener Clown!

Waiders Pflegefamilie und Sylvia P.N. sagen wir herzlichen Dank, dass sie dem freundlichen Rüden im Alter eine wunderschöne Zeit ermöglicht haben.

Lucki - * 2000 - † 27. Februar 2017

Lucki

Liebe und Erinnerung ist das, was bleibt,
lässt viele Bilder vorüberziehen,
uns dankbar zurückschauen
auf die gemeinsam verbrachte Zeit.

Zwei wunderschöne Jahre durfte der kleine Lucki noch in Liebe und Geborgenheit bei seiner Pflegemama und den Hundefreunden verbringen, bevor er die Äugelein für immer schloss.

Unser herzliches Dankeschön gilt der Pflegemama und ihrer Familie, die Lucki gerade in den letzten Monaten, in denen ein Wehwehchen zum anderen kam und er intensive Pflege benötigte, so liebevoll betreut haben und auch der Patin Anja H. für ihre Patenschaft.

Castor - * 2011 - † 21. Juli 2015

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 Eine Wolke weiß nicht,
warum sie sich in einer gewissen Richtung
und mit genau dieser Geschwindigkeit bewegt.
Sie spürt einen inneren Drang und weiß,
wo der richtige Ort liegt.
Aber der Himmel kennt den Grund und das Muster,
dem alle Wolken folgen.
Und auch du wirst das erfahren
wenn du dich hoch genug in die Lüfte erhebst
um hinter den Horizont zu blicken.

Castor ist an den Folgen einer schweren Herzerkrankung verstorben. Castor hat 4 Jahre sehr gut mit seinem Herzfehler leben können, deutlich mehr, als die Prognosen bei dieser Erkrankung normalerweise sind. Und gerade im letzten Jahr hat der kleine Podenco noch einmal so richtig Vollgas gegeben und sein Leben in vollen Zügen genossen. Uns hat er unglaublich berührt,  es hat so viel Freude bereitet, ihn beim Spiel mit seinen Artgenossen zu beobachten. Auch seine Ängste und Unsicherheiten waren weitestgehend verschwunden, er kam um sich Streicheleinheiten abzuholen. Der Anruf von Minerva traf uns wie ein Schlag, sprachlos, voller Sorge und Angst, ihn zu verlieren bangten wir gemeinsam mit unseren spanischen Freunden um das Leben von Castor. Castor hat für sich selbst entschieden, er wollte nicht mehr kämpfen und so ist er ruhig und ohne Schmerzen in den Armen unserer Vero eingeschlafen, die diesen kleinen bewundernswerten Podenco ganz besonders geliebt hat. Uns hat es schmerzhaft vor Augen geführt, wie eng wir bereits in doch recht kurzer Zeit mit dem Tierheim, den Menschen vor Ort und den Hunden verbunden sind und so haben wir gemeinsam um Castor geweint.  Mach’s gut kleiner Mann, wir werden dich sehr vermissen…

Larry - * 2008 - † 22. August 2014

larry

Wo Worte fehlen,
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,
das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Du für immer in  unseren Herzen weiterleben wirst.

Unser Larry ist  im Tierheim verstorben. Die Tierheimmitarbeiter fanden ihn  morgens tot in seinem Zwinger.
Wie bereits so viele Male zuvor, hat er des Nachts versucht, über seinen Zwinger zu klettern, um morgens möglichst einer der ersten zu sein, die von den Tierheimmitarbeitern begrüßt werden. Die spanischen Tierschützer sind geschockt und auch sehr traurig, haben sie doch in den vergangenen Wochen unter Hochdruck nach einer spanischen Pflegefamilie für Larry gesucht, da er mit dem Leben im Zwinger überhaupt nicht zurechtkam und so sehr die menschliche Nähe vermisste.

Lobo - * 2010 - † 26. Mai 2014

lobo

So wie der Wind den Sand verweht,
so ist auch unser Leben.
Wir wirbeln hoch, wir fallen tief -
wem ist das Glück gegeben?
Doch meine Seele fliegt weit fort,
unendlich zu den Sternen,
befreit von aller Erdenlast
in weite, weite Ferne.

Schweren Herzens musste das Proa-Team sich von Lobo verabschieden. Lobos Gesundheitszustand wurde zunehmend schlechter und weder Hundetrainer noch Tierärzte konnten ihm helfen. Lobo hatte von Anfang an große Probleme im Tierheim. Er war sehr gestresst und zeigte sich absolut unverträglich mit seinen Artgenossen und völlig uninteressiert bis aggressiv gegenüber Menschen. Der einzige, der gut mit ihm zurecht kam, war Hundetrainer Alfonso. Doch die Trainingsfortschritte blieben aus. Lobo fixierte sich sehr auf Alfonso, andere Menschen nahm er gar nicht mehr wahr. Lobo magerte immer mehr ab und wurde zunehmend nervöser innerhalb des Tierheims. Da er auch draußen aggressiv gegen Mensch und Tier war, war es leider nicht möglich, Lobo in eine Pflegestelle umzusiedeln. Sein alter Beruf als Wach- und Schutzhund stand ihm bei seiner Eingliederung immer wieder im Weg, zu sehr war er in seinem alten Reaktionsmuster gefangen. Nun begann Lobo mit selbstzerstörerischen Handlungen und Stereotypien. Er sprang gegen die Gehegegitter und verletzte sich dabei immer wieder selbst. Bei einer erneuten Untersuchung stellte der Tierarzt jetzt tumoröse Veränderungen in Lobos Körper fest und Minerva entschloß sich daraufhin, Lobo gehen zu lassen.

Adios Lobo. Du hast Deinen ersten Besitzern bis zur Selbstaufgabe treu gedient. Wie gerne hätten wir Dir gezeigt, dass es eine Alternative für Dich gibt. Es ist uns nicht mehr gelungen. Doch nun hast Du den Frieden im Himmel, den Du auf Erden nicht finden konntest.

Osito - * 2002 - † 12 März 2014

osito

Der Weg war zu steinig,
der Berg war zu hoch,
die Kraft war zu schwach
und der Atem zu kurz.
Da nahmen dich die Engel in die Arme und sprachen:
"Komm Heim"

Unser Bärchen Osito ist über die Regenbogenbogenbrücke gegangen. Sein ganzes langes Leben hat er als Kettenhund auf einem Schrottplatz sein Dasein gefristet. Im Februar haben wir Osito kennen lernen dürfen und er hat unser aller Herzen im Sturm erobert.  Trotz seines isolierten Lebens hat der alte Rüde sich sein freundliches Wesen bewahrt und sich überschwänglich über menschlichen Zuspruch gefreut. Schon damals berichtete uns Minerva, dass der Tierarzt ihm nur noch eine kurze Lebensdauer prognostiziert, da die Kettenhaltung unwiderrufliche Schäden verursacht hat. Er wurde auf Medikamente eingestellt und hat jeden Tag seiner neugewonnenen Freiheit genossen. Gegen alle Prognosen hat Osito den Winter gut überstanden und konnte sogar die ersten, lauen Sonnenstrahlen genießen.  Doch in den letzten Tage verschlechterte sich sein Zustand dramatisch, er hatte trotz der vielen Medikamente furchtbare Schmerzen und konnte kaum noch laufen. Der hinzugezogene Tierarzt konnte Osito diesmal nicht mehr helfen und so ließen die spanischen Tierschützer ihn schweren Herzens gehen. Osito ist friedlich in den Armen Minervas eingeschlafen. 12 Jahre lang hat er ein Leben als Kettenhund gefristet, 5 Monate durfte er die andere Seite des Lebens kennen lernen, wurde verwöhnt und geliebt, einen unbeschwerten Sommer hätten wir alle ihm so sehr gewünscht.

Danken möchten wir ganz herzlich seiner Patin Martina K. die ihm die letzten Wochen durch ihre Patenschaft ein wenig angenehmer gestalten konnte und auch Minerva und ihrem Team, die Osito das gaben was er ein ganzes Leben lang vermissen musste und eigentlich so einfach zu geben ist  – Liebe und Zuneigung....

Homero - * 2003 - † März 2014

romero

Erinnerungen sind kleine Sterne,
die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.

Homero hat fast sein ganzes Leben im Tierheim verbracht. Die letzten Wochen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehend. Als er nicht mehr alleine aufstehen konnte und auch das Fressen verweigerte, ließen die Tierschützer Homero schweren Herzens gehen.

 

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"Was immer du tun kannst, oder träumst, es zu können, fang damit an! Mut hat Genie, Zauber und Kraft in sich."
J. W. Goethe

 

 

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