regenbogenbruecke

 

Auf der anderen Seite

 

 

Weinet nicht an meinem Grab um mich;

Ich bin nicht dort, ich schlafe nicht.

Ich bin der Wind über dem See,

Christallglitzer auf dem Winterschnee.

Ich bin am Tag das Sonnengold,

ich bin der Regen herbstlich hold.

Ich bin das tiefe Himmelblau,

der schöne, frische Morgentau.

Sucht mich und blickt im Dunkeln in die Ferne,

bei Nacht bin ich das Funkeln der Sterne.

Zündet für mich eintausend Kerzen an,

und vergeßt mich nie - keine Sekunde lang.

Steht nicht am Grab, die Augen rot.

Ich bin nicht dort, ich bin nicht tot.

(Mary Elizabeth Frye)

 

Castor - * 2011 - † 21. Juli 2015

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 Eine Wolke weiß nicht,
warum sie sich in einer gewissen Richtung
und mit genau dieser Geschwindigkeit bewegt.
Sie spürt einen inneren Drang und weiß,
wo der richtige Ort liegt.
Aber der Himmel kennt den Grund und das Muster,
dem alle Wolken folgen.
Und auch du wirst das erfahren
wenn du dich hoch genug in die Lüfte erhebst
um hinter den Horizont zu blicken.

Castor ist an den Folgen einer schweren Herzerkrankung verstorben. Castor hat 4 Jahre sehr gut mit seinem Herzfehler leben können, deutlich mehr, als die Prognosen bei dieser Erkrankung normalerweise sind. Und gerade im letzten Jahr hat der kleine Podenco noch einmal so richtig Vollgas gegeben und sein Leben in vollen Zügen genossen. Uns hat er unglaublich berührt,  es hat so viel Freude bereitet, ihn beim Spiel mit seinen Artgenossen zu beobachten. Auch seine Ängste und Unsicherheiten waren weitestgehend verschwunden, er kam um sich Streicheleinheiten abzuholen. Der Anruf von Minerva traf uns wie ein Schlag, sprachlos, voller Sorge und Angst, ihn zu verlieren bangten wir gemeinsam mit unseren spanischen Freunden um das Leben von Castor. Castor hat für sich selbst entschieden, er wollte nicht mehr kämpfen und so ist er ruhig und ohne Schmerzen in den Armen unserer Vero eingeschlafen, die diesen kleinen bewundernswerten Podenco ganz besonders geliebt hat. Uns hat es schmerzhaft vor Augen geführt, wie eng wir bereits in doch recht kurzer Zeit mit dem Tierheim, den Menschen vor Ort und den Hunden verbunden sind und so haben wir gemeinsam um Castor geweint.  Mach’s gut kleiner Mann, wir werden dich sehr vermissen…

Larry - * 2008 - † 22. August 2014

larry

Wo Worte fehlen,
das Unbeschreibliche zu beschreiben,
wo die Augen versagen,
das Unabwendbare zu sehen,
wo die Hände das Unbegreifliche nicht fassen können,
bleibt einzig die Gewissheit,
dass Du für immer in  unseren Herzen weiterleben wirst.

Unser Larry ist  im Tierheim verstorben. Die Tierheimmitarbeiter fanden ihn  morgens tot in seinem Zwinger.
Wie bereits so viele Male zuvor, hat er des Nachts versucht, über seinen Zwinger zu klettern, um morgens möglichst einer der ersten zu sein, die von den Tierheimmitarbeitern begrüßt werden. Die spanischen Tierschützer sind geschockt und auch sehr traurig, haben sie doch in den vergangenen Wochen unter Hochdruck nach einer spanischen Pflegefamilie für Larry gesucht, da er mit dem Leben im Zwinger überhaupt nicht zurechtkam und so sehr die menschliche Nähe vermisste.

Lobo - * 2010 - † 26. Mai 2014

lobo

So wie der Wind den Sand verweht,
so ist auch unser Leben.
Wir wirbeln hoch, wir fallen tief -
wem ist das Glück gegeben?
Doch meine Seele fliegt weit fort,
unendlich zu den Sternen,
befreit von aller Erdenlast
in weite, weite Ferne.

Schweren Herzens musste das Proa-Team sich von Lobo verabschieden. Lobos Gesundheitszustand wurde zunehmend schlechter und weder Hundetrainer noch Tierärzte konnten ihm helfen. Lobo hatte von Anfang an große Probleme im Tierheim. Er war sehr gestresst und zeigte sich absolut unverträglich mit seinen Artgenossen und völlig uninteressiert bis aggressiv gegenüber Menschen. Der einzige, der gut mit ihm zurecht kam, war Hundetrainer Alfonso. Doch die Trainingsfortschritte blieben aus. Lobo fixierte sich sehr auf Alfonso, andere Menschen nahm er gar nicht mehr wahr. Lobo magerte immer mehr ab und wurde zunehmend nervöser innerhalb des Tierheims. Da er auch draußen aggressiv gegen Mensch und Tier war, war es leider nicht möglich, Lobo in eine Pflegestelle umzusiedeln. Sein alter Beruf als Wach- und Schutzhund stand ihm bei seiner Eingliederung immer wieder im Weg, zu sehr war er in seinem alten Reaktionsmuster gefangen. Nun begann Lobo mit selbstzerstörerischen Handlungen und Stereotypien. Er sprang gegen die Gehegegitter und verletzte sich dabei immer wieder selbst. Bei einer erneuten Untersuchung stellte der Tierarzt jetzt tumoröse Veränderungen in Lobos Körper fest und Minerva entschloß sich daraufhin, Lobo gehen zu lassen.

Adios Lobo. Du hast Deinen ersten Besitzern bis zur Selbstaufgabe treu gedient. Wie gerne hätten wir Dir gezeigt, dass es eine Alternative für Dich gibt. Es ist uns nicht mehr gelungen. Doch nun hast Du den Frieden im Himmel, den Du auf Erden nicht finden konntest.

Osito - * 2002 - † 12 März 2014

osito

Der Weg war zu steinig,
der Berg war zu hoch,
die Kraft war zu schwach
und der Atem zu kurz.
Da nahmen dich die Engel in die Arme und sprachen:
"Komm Heim"

Unser Bärchen Osito ist über die Regenbogenbogenbrücke gegangen. Sein ganzes langes Leben hat er als Kettenhund auf einem Schrottplatz sein Dasein gefristet. Im Februar haben wir Osito kennen lernen dürfen und er hat unser aller Herzen im Sturm erobert.  Trotz seines isolierten Lebens hat der alte Rüde sich sein freundliches Wesen bewahrt und sich überschwänglich über menschlichen Zuspruch gefreut. Schon damals berichtete uns Minerva, dass der Tierarzt ihm nur noch eine kurze Lebensdauer prognostiziert, da die Kettenhaltung unwiderrufliche Schäden verursacht hat. Er wurde auf Medikamente eingestellt und hat jeden Tag seiner neugewonnenen Freiheit genossen. Gegen alle Prognosen hat Osito den Winter gut überstanden und konnte sogar die ersten, lauen Sonnenstrahlen genießen.  Doch in den letzten Tage verschlechterte sich sein Zustand dramatisch, er hatte trotz der vielen Medikamente furchtbare Schmerzen und konnte kaum noch laufen. Der hinzugezogene Tierarzt konnte Osito diesmal nicht mehr helfen und so ließen die spanischen Tierschützer ihn schweren Herzens gehen. Osito ist friedlich in den Armen Minervas eingeschlafen. 12 Jahre lang hat er ein Leben als Kettenhund gefristet, 5 Monate durfte er die andere Seite des Lebens kennen lernen, wurde verwöhnt und geliebt, einen unbeschwerten Sommer hätten wir alle ihm so sehr gewünscht.

Danken möchten wir ganz herzlich seiner Patin Martina K. die ihm die letzten Wochen durch ihre Patenschaft ein wenig angenehmer gestalten konnte und auch Minerva und ihrem Team, die Osito das gaben was er ein ganzes Leben lang vermissen musste und eigentlich so einfach zu geben ist  – Liebe und Zuneigung....

Homero - * 2003 - † März 2014

romero

Erinnerungen sind kleine Sterne,
die tröstend in das Dunkel unserer Trauer leuchten.

Homero hat fast sein ganzes Leben im Tierheim verbracht. Die letzten Wochen verschlechterte sich sein Gesundheitszustand zusehend. Als er nicht mehr alleine aufstehen konnte und auch das Fressen verweigerte, ließen die Tierschützer Homero schweren Herzens gehen.

 

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