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Verhalten

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Der große Tag ist da, Euer neues vierbeiniges Familienmitglied zieht bei Euch ein. Nun heißt es, sich näher kennen zu lernen und langsam aneinander zu gewöhnen.
Bitte bedenkt, dass wir Euren Hund in einem ganz anderen Umfeld kennen gelernt haben, als Ihr es ihm nun bietet. Diese räumliche Veränderung kann sich auf die eine oder andere Charaktereigenschaft Eures Hundes positiv oder auch negativ auswirken.

Das Leben in einem Tierheim verlangt den Hunden ein hohes Maß an Frustrationstoleranz, Stressbewältigung und Anpassung ab. Bei Euch angekommen werden die Karten nun neu gemischt. Der Hund wird ausprobieren, was er darf und was er nicht darf und sich vielleicht auch Situationen entziehen wollen, die er im Tierheim zwangsläufig stumm ertragen musste, um nicht unterzugehen oder denen er im Tierheim besser aus dem Weg gehen konnte als bei Euch Zuhause. Ein typisches Beispiel sind unsichere Hunde, die sich im Tierheim oft sehr bedeckt gehalten haben und im neuen Zuhause plötzlich zum Pöbeln an der Leine neigen, da sie a) froh sind, endlich der Masse anderer Hunde entkommen zu sein und b) an der Leine der Situation nicht ausweichen können.

Wie lange die Eingewöhnungsphase dauert, kann man nicht pauschal sagen. Einige Hunde zeigen sich direkt aufgeschlossen und geben ihrem Menschen das Gefühl, schon immer mit ihnen zusammenzuleben, andere Hunde sind eher unruhig oder ziehen sich sehr zurück.

Fakt ist, dass jeder Hund, der sein Zuhause wechseln muss, Stress hat.
Auch der, der aus augenscheinlich schlechteren Verhältnissen kommt, denn jede Art von Veränderung bedeutet nun einmal Stress.
Deshalb gebt Eurem neuen Weggefährten bitte die Zeit, die er braucht, um bei Euch anzukommen. Egal ob Ihr einen Hund aus einer Pflegestelle, aus dem Tierheim oder direkt aus seinem alten Zuhause übernehmt: Ihr erleichtert ihm die Eingewöhnung, indem Ihr ihm von Anfang an feste Strukturen bietet, an denen der Hund sich ausrichten kann. Seid Eurem Hund ein verlässlicher Partner, denn ohne dieses Vertrauen in Euch und Euer Tun ist er sprichwörtlich verlassen in einer ihm fremden Welt.

Richtet Euren Tagesablauf trotz Urlaub schon so nah wie möglich an dem später üblichen Tagesablauf aus, damit der Hund Eure Routine lernt und sich nicht alles erneut für ihn ändert,  wenn Ihr nach dem Urlaub Euren Alltag wieder aufnehmt.

Und auch wenn Ihr den Eindruck habt, Euer Hund hat sich bereits nach wenigen Tagen bei Euch eingewöhnt: bis er wirklich in seinem neuen Leben „angekommen“ ist, vergehen  Monate! Ihr werdet feststellen, dass Euer Hund sich im Laufe der ersten 3 - 12 Monate immer weiter öffnen wird und seine Charaktereigenschaften mit der Zeit immer deutlicher zu Tage treten werden.

Es ist eine unglaubliche Freude, bei dieser Entwicklung dabei zu sein!

 

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