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Alleine bleiben

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Eine große Bitte: Übt vom ersten Tag an das Alleine bleiben!
Das heißt nicht, dass Ihr direkt das Haus verlassen und den Hund (und Eure Wohnungseinrichtung) dem Schicksal überlassen sollt. Das Zuweisen eines Liegeplatzes, auf dem der Hund auch dann liegen bleibt, wenn man sein Blickfeld verlässt und der Gang zur Toilette oder in die Waschküche ohne vierbeinigen Anhang sind die ersten Schritte zum wichtigen Punkt Alleine bleiben.
Auch wenn Ihr denkt „mein Hund muss nicht alleine bleiben“, denkt an Arztbesuche, Einkäufe und Familienfeiern bei der allergischen Tante im fünften Stock ohne Aufzug. Euer Hund kann nicht immer mit Euch zusammen sein. Und das Warten im Auto ist wirklich keine Alternative und nur in den allerseltensten Fällen mit gutem Gewissen machbar, da Autos ja bekanntlich die unangenehme Eigenschaft haben, bereits bei frühlingshaft warmem Wetter zu Backöfen und bei kühlem Wetter zu Eisschränken zu mutieren. Zudem ist es bei näherer Betrachtung auch widersinnig, der Hund bleibt nicht allein in seinem Zuhause, wartet aber problemlos allein im Auto? Das ist doch seltsam, oder?

Ihr denkt nun immer noch „naja, ist schon irgendwie alles nachvollziehbar, aber ich will meinen Hund gar nicht alleine lassen. Wenn er irgendwo nicht mit hin darf, dann gehe ich da auch nicht hin, basta!“? Es ist toll, dass Ihr Euch so zu Eurem Hund bekennt! Aber denkt hier bitte ein bisschen weiter und gerade an Euren besten Freund.

Was glaubt Ihr, wie er sich fühlt, wenn er nie von Euch getrennt war und dann ist er z.B. krank und der Tierarzt sagt Euch, dass er einige Tage stationär aufgenommen werden muss, um gesund zu werden. Und dann findet Euer Hund sich in einer ihm völlig fremden Umgebung wieder und es geht ihm plötzlich nicht nur körperlich schlecht, sondern auch seelisch. Ein Hund, der bis dato nie alleine bleiben musste, kann nicht auf die Erfahrung zurückgreifen, dass sein Besitzer immer wiederkommt!

alleinebleiben002Zu guter Letzt ist die Zeit des entspannten Alleinseins auch für den Hund eine gute Zeit für sich selbst. Er kann ein tiefes Nickerchen machen und dabei den letzten Gassigang mit all seinen tollen Gerüchen und Fährten Revue passieren lassen. Oder er kann sein Quietschie malträtieren, ohne dass Frauchen irgendwann einen Tinnitus erleidet. Er kann sich heimlich auf der Couch fläzen und mit Herrchens Geruch in der Nase auf dem Rücken liegend wegschlummern. Hunde verbringen viele Stunden des Tages schlafend – wenn man sie lässt. Sie nutzen diese Zeit, um Erlebtes zu verarbeiten.

Deshalb: bitte übt mit Eurem Hund das Alleine bleiben. Egal, wie lang oder wie oft er letztendlich tatsächlich alleine bleiben muss: die Tatsache, dass er es kann, wird sein und Euer Leben deutlich unkomplizierter und stressfreier gestalten.

 

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